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In Vijayanagar herrschte ehedem eine Art Religionsfreiheit. So sind Hindutempel mit Jain-Tempeln und einigen Moscheen gemischt. Des öfteren wurden Tempel auf Ruinen aufgelassener Stätten anderer Religionen erbaut, so daß manche Orte eine dreifach religiöse Belegung haben.
Der Affengott Hamuman wurde auf einem unweit entfernten Hügel in die Götterwelt geboren. Ein magischer Ort. Auf hunderten weißer Stufen kann man aufsteigen und das Tal aus der anderen Richtung betrachten.
Ganz wunderbar ist der Lotustempel im von hohen Steinmauern geschützten Königsbereich Hampis. Umgeben von drei Eunuchentürmen liegt ein sechseckiges Gebäude, in dem sich alle Stile vermengen: osmanische Fensterlaibungen, jainische Dachvorsprünge und hinduistische Gesimse. Hier pflegte an heissen Tagen die Königin samt weiblichem Hofstaat zu ruhen.
Zu jedem der größeren Tempel gehörte ehedem ein eigener Basar. Im Hampi muß es über die Zeiten einige Dutzend Basare gegeben haben. Der Basar in der Ortsmitte ist das Zentrum. Eine urtümliche Fußgängerzone von gut 25 Meter Breite, gut eineinhalb Kilometer lang, rechts und links begrenzt von den antiken Basargebäuden aus massiven Granitplatten.
Über die Zeit haben sich einige der Platten unter fingerdicken Farbschichten
verborgen oder wurden mit Blechverschlägen ausgebaut. Die einzelnen
Stände werden von puren Granitsäulen gebildet, bedacht durch 20
cm starke Granitplatten, die wie Paneelen aneinanderliegen.
In der ortsnahen Hälfte des ehemaligen Basars leben Familien, pflocken Kälber und Ziegen an, lagern Brennholz und köcheln an offenen Dungfeuern das Abendessen. lesen Sie auch: passage nach indien 10 |
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