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In Udaipur wurden Teile von "Octopussy" gedreht. Seitdem läuft jeden Abend um sieben in mindestens einem Restaurant der Streifen. Die Kellner können den Text längst mitsprechen, die Armen.
Viel zu sehen gibt es nicht. Ein Palast samt Fürst und Tempel. Das Übliche und nichts Besonderes mehr nach zwei Monaten.
Udaipur stöhnt unter der Hitze, Dürre liegt über dem Land. Seit mehr als einem Jahr regnete es nicht mehr. Der Stausee, ein beliebtes Ausflugziel ist ausgetrocknet und das einem Schiff nachgebildete Lokal ein obskures Motiv.
Die Hitze verlangsamt alles. Entschleunigt das Leben.
Ich bin müde und kann keine Tempel mehr sehen. Es reicht. Noch eine Busfahrt, in 36 Stunden in einem langen Schlag von Udaipur über Bombay zurück nach Goa, ein paar Tage Ruhe und zurück in den Winter, zu 60°-Wäschen, Stereo und Milchgenuss ohne Bauchschmerzen. Am Ende fehlten mir meine eigenen Dinge nicht so sehr wie das Neue.
Handeln durch Nichteingreifen. Das lernt man nicht daheim. Mit allen Sinnen alles aufnehmen. Dazu muss man weg, alleine und mit offenen Augen.
Next Stop: Vietnam. lesen Sie auch: venture capital for dummies |
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