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passage nach indien 36 | von stefan knecht
 
       
     
 

Akbar, der erfolgreiche Mogulnherrscher, des Schlachtens und Eroberns müde, zog sich nach der Okkupation Rumpfindiens nach Agra zurück um sich in Frieden auf seinen Siegen auszuruhen. 

Fatehpur Sikri sollte ein Königssitz der Sonderklasse werden. Raus aus Agra, hinaus aufs Land, hinein in etwas neues, modernes, zeitgemäßes.

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Geläutert und beeindruckt von der Komplexität hinduistischen Glaubens wagte Jajal-ud-din-Muhammad Akbar eine Synthese der Religionen. 

Din-e-Ilahi sollte der Remix heissen -- ein gleichberechtigtes theologisches Miteinander. Akbar sammelte Gelehrte um sich, strebte nach umfassender Bildung und erschuf einen atemberaubenden Sandsteinpalast.

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In der trockenen Luft der nach Agra in Richtung Westen beginnenden Wüste wurde der rote Sandstein kaum erodiert -- erhalten blieb eine nahezu unversehrte Stadt aus dem Ende des sechzehnten Jahrhunderts. Was Fatehpur Sikri berühmt machte, ist die Fusion aus muslimischen und hinduistischen Stilen. Im Netz liegt ein phänomenaler 3D-Spaziergang durch Fatehpur Sikri bereit -- atemberaubend! 

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Akbar hatte kein Glück mit seiner Neubausiedlung -- nach 15 Jahren musste Fatephur Sikri verlassen werden: die Wasservorräte gingen zur Neige. 
Skandal, Skandal.


stefan knecht auf dem sofa
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