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T@BU.
Benedikt Meyer ist Netzwerkbetreuer an der Detmolder Hochschule für Musik. T@BU ist sein Internet-Tagebuch, nachdenklich, ab- und ausschweifend, präzise beobachtend und außerordentlich diskret, und voller Beobachtungen, die das üble Ganze meinen statt nur das Private. Was sagt es zum Beispiel über den Stand des Kapitalismus aus, daß man in kleineren Orten Supermärkte dichtmacht? Ohne sich etwas drauf einzubilden zu machen, ist T@BU alles, was web diaries sein könnten, aber fast nie sind: eine Schnittstelle zwischen den Systemen von öffentlich und privat, Echo einer Welt, in der Orte wie Detmold nur Terrain, Objekt, Output sind. In einer Abteilung mit dem Namen Texthalde gibt es, sozusagen als Bonus-Tracks, eine kleine Kollektion ganz hervorragender Artikel über Computer, ICEs, Detmolder Stadtgeschichte (samt deren Nazi-Kriegsverbrecher). |
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new york times book specials.Manchmal will man ja wissen, was man versäumt hat, wenn man es nicht zur Nabokov-Lesung in der 92. Straße geschafft hat. Oder was James Salter über die Hahnenkamm-Abfahrt zu sagen wußte. Erfährt man dann auch, in Text, Wort und Bild. Auf der grandiosen Books Special-Site der New York Times. |
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otl aicher.
Was könnte man über Otl Aicher sagen? Daß immer noch kein einziger deutscher Designer auch nur annähernd halb so gut ist wie er. Obwohl Aicher sich gegen das Wort Design heftig gewehrt hätte. Was er machte, war Gestaltung. Etwas, was man kaum wahrnahm. Höchstens als nützlich. Menschenfreundlich. Nie als ästhetische Zugabe. Was er machte, hatte fast etwas Platonisches: Ideen so gut wie möglich zu materialisieren, ihnen so nahe wie möglich zu kommen. Deswegen sehen seine Gestaltungen immer aus wie eine Emanation von Geist statt wie Dekor. Nüchtern. Erhaben. Die Erhabenheit der Form, die eine Funktion des Zweckes ist. Einiges von dem, was Aicher gemacht hat, kann man auf dieser Website sehen. Die Piktogramme der Olympischen Spiele 1972, politische Plakate, Gestaltungen für Braun, die Lufthansa, die SPD. Was man im Internet nicht sehen kann: Aicher war auch ein hervorragender Autor. Unter anderem hat er ein hervorragendes Buch über den Krieg geschrieben: Innenseiten des Krieges, erhältlich als Fischer Taschenbuch, ein langer autobiografischer Essay. An dieser Stelle sollte ich erwähnen: daß Aicher mit Hans und Georg Scholl befreundet und mit Inge Scholl verheiratet war. |
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orthodox
diocese of
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harlem the new mecca.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war Harlem ein paar Jahre lang a place to be. Jedenfalls für ehrgeizige afroamerikanische Künstler. Manchmal kam Harlem ihnen vor wie eine befreite Zone. Stimmte natürlich nicht ganz, die Cops schikanierten natürlich die Jazzmusiker in den Clubs, die Mafia die Clubbesitzer, und natürlich gab es auch zu viel Heroin. Aber es war noch nicht ganz so schlimm wie später. In dieser Zeit enstand nicht nur der Bebop, der den Jazz endlich zu sich selbst brachte, sondern auch eine ganze Menge guter Literatur und Essayistik, und nicht zuletzt ein neues afroamerikanisches consciousness. Einiges davon kann man in dieser Net-Ausstellung einer damals erschienenen programmatischen Anthologie nachlesen. |
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euroranch.
Auf der Euroranch gehe ich gerne spazieren. Es gibt unendliche Weiden dort. Das Gras wächst saftig, und unter den Bäumen sitzen freundliche Menschen und spielen gute Lieder. Die Euroranch ist eine "experimental low-end website" aus Wien, betrieben von einem gewissen Klaus Makotter (junior), den ich echt gerne mal in echt kennenlernen würde. Klaus Makotter (junior) kennt sich nämlich echt gut aus mit Musik zwischen dem Rhein und Mississippi, fast jeden Tag legt er ein echtes Fundstück ins Netz, und ich hör es mir an und bin sofort glücklich, dass es so was gibt - und einen wie den Klaus Makotter (junior). Manchmal, wenn ihm danach ist, produziert Klaus Makotter (junior) auch Specials, zum Beispiel eines über weinende Männer. Eine Jukebox voll mit Tearjerkern, unterschieden nach defiant yammering-, sufferingly bearing-, silent whimper- und awful pain-Songs. Macht Euch einen Gefallen, werdet glücklich: Besucht die Euroranch! |
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self HTML.
Als ich mir vor einem halben Jahr einzubilden begann, eines Tages meine eigene Website haben zu wollen, habe ich natürlich alle möglichen Bücher und Online-Tutorials konsultiert, um zu lernen, wie man das macht. Die meisten davon waren so erbärmlich schlecht, daß ich wieder aufgeben wollte. Dann stieß ich auf SELF-HTML von Stefan Muenz. Seitdem verehre ich ihn. Was die einzig richtige Haltung für einen Mann ist, der es geschafft hat, einem so spröden Stoff wie HTML, CSS und Java logisch, nachvollziehbar und verständlich beizubringen. Und zwar, indem er den Lernwilligen als erwachsenen und intelligenten Menschen respektiert, anstatt ihn mit diesem dämlichen, für Anfänger reservierten Das-Schaffen-Wir-Schon-Geplapper zu behelligen. Das Lehrwerk Self-HTML kann man übrigens zur Gänze downloaden und offline benützen. Und wer immer seine eigene Site gestalten und dabei auch wissen will, was er da eigentlich tut (anstatt sich WYSIWYG-Editoren auszuliefern), sollte anders als ich keine Umwege in Kauf nehmen und gleich Stefan Muenz aufsuchen.
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