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Nichts gegen
Sex? Doch. Die Dokumente, die auf dem Sofa zusammengetragen wurden,
belegen alles mögliche, eines aber vor allem: Der sexuell erregte
Mensch ist ein grenzdebiler Mensch, dem die Lust zwar die Sprache, aber
nicht den Hang zum Sprechen verschlagen hat. Da Zensur leider verboten
ist, bleibt uns nichts anderes übrig als das Nächstbeste - die
wortwörtliche Wiedergabe des sexuellen Sprachgebrauchs in U- und
E-Kultur, Wissenschaft und urbaner Folklore, Journalismus und Literatur.
Wiederholungen lassen sich dabei nicht vermeiden, sind aber nicht
unbeabsichtigt. Wir hoffen, daß der Leser in der ewigen Wiederkehr
des Gleichen des Erotischen so überdrüssig wird, daß er die
nächste Gelegenheit zum Geschlechtsverkehr dankend vorüberziehen
läßt, seiner Intelligenz zuliebe.
Die einzige Stellung, die das Sofa guten Gewissens empfehlen kann, ist
die auf dem Rücken, ganz tief in ein Buch versunken; nur
so, befürchten wir, können die Menschen einander noch erkennen;
beim Geschlechtsverkehr, wie er nicht nur propagiert wird, sondern wohl
auch immer häufiger ist, schlägt keiner mehr die Augen auf, sondern macht sie fest
zu. Zu Recht.
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